Tuesday, January 31, 2006

Es ist amtlich: Am 14.05.2006 verlassen wir Deutschland

Ich kann`s kaum glauben. Es ist tatsächlich geschehen. Am Samstag haben wir die Flüge gebucht, heute waren schon die Tickets in der Post. Am 14.05.2006 gehts los, mit einem One Way Ticket der Condor von Frankfurt nach Fort Myers. Von dort gehts dann direkt weiter mit Frontier nach Denver. Wir hoffen sehr, daß sich Condor auch an die Flugzeiten hält und diese nicht nochmals ändert, sonst haben wir ein größeres Problem :-( Aber da wollen wir ja gar nicht dran denken, es kann ja auch mal was richtig rund laufen. Erstaunlicherweise war diese Möglichkeit für uns 3 die günstigste Variante (billiger als ein Hin - und Rückflug Ticket nach Denver oder Colorado Springs). Und wir haben das begehrte One Way Ticket, damit es erst gar nicht zu Komplikationen bei der Einreise kommt. Ohne Rückflugtickets dürften ja unsere Einwanderungsabsichten deutlich sein.

Als wir aus dem Reisebüro rauskamen, war mir ganz schön schlecht.... Das kann man eigentlich gar nicht beschreiben. Freude, Sorgen, Aufregung.... Aber vor allen Dingen die Gewissheit, daß man jetzt endlich anfangen kann zu organisieren und ein festes Datum hat. Das ist der Zeitpunkt auf den ich warte seit ich das erste Mal in den Staaten war. Ein Traum wird wahr. Hoffen wir mal, daß sich auch alle Träume von unserem neuen Leben vor Ort erfüllen.

Zum Glück gab´s mittags ein super Fußballspiel. Mainz gegen Köln (Endstand: 4 : 2). So das ich dann doch mal an was anderes denken konnte....

Martina

Sunday, January 29, 2006

Ben`s erster Skiurlaub in Söll/Austria v. 14. - 21.01.2006

Was soll ich sagen, es war einfach klasse.... Wir sind samstags Nacht um 5.00 Uhr morgens losgefahren, damit der kleine Mann im Auto noch etwas schlafen konnte. Hat er natürlich brav wie er ist auch getan. Gegen 8.30 Uhr haben wir uns dann mit Christians Eltern schon mal bei Mc Doof zum Frühstück getroffen und sind dann gegen 11.30 Uhr in Söll angekommen. Ich war erstmal total platt, da ich abends vorher auf einem Geburtstag war und qasi nur 2 Stunden Schlaf hatte und mußte mich erstmal hinlegen. Mittags sind wir dann mal ins Dorf gelaufen und haben das wunderbare Wetter genossen. Am nächsten Tag gings ab auf die Piste. Christian und ich wollten erstmal Snowboard fahren. Ich hatte ja etwas Bedenken, ob ich es überhaupt noch konnte, da ich durch die Schwangeschaft fast 2 Jahre nicht mehr gefahren war, aber zum Glück gings noch. Wie sagt mein Mann immer: Das ist wie Radfahren, das verlernt man nicht... und recht hatte er. Bis auf meine Sch... Schuhe die mich nochmal irgendwann in den Wahnsinn treiben (irgendwie schlafen mir die Füße immer ein) hats echt bestens geklappt und ich war beruhigt. Der kleine Ben wurde jeden Tag von seiner Oma gelüftet und hat richtig Farbe bekommen. Mittwochs mußten oder durften (das liegt im Auge des Betrachters ) wir einen Tag Pause machen. Es fing Dienstag Abends an zu schneien und hat den kompletten Mittwoch durchgeschneit. Das war der helle Wahnsinn. Soviel Schnee. Bestimmt 40 CM sind da gefallen. Wie Ihr auf den Bildern auf der HP sehen könnt war von unseren Autos danach nicht mehr viel zu sehen :-) Die letzten 2 Tage sind wir dann noch Ski gefahren und ruck zuck war die Woche auch schon wieder vorbei. Die Zeit rast irgendwie.
Danke Mum und Dad für dieses schöne Weihnachts-/Geburtstagsgeschenk. Es war wirklich wunderschön.

Martina

Thursday, January 26, 2006

Sylvester 2005

Mein Geburtstag. Hier hatte ich noch gut lachen:




Was soll ich dazu sagen. Ich wollte diesen ganz entspannt, ohne Stress angehen. Daher gab es keine Party, nichts.... Eigentlich wollte ich nur mit meiner kleinen Familie den Tag genießen. Aber wie sollte es auch anders sein. Sitze ich mittags mit meiner Freundin Angela, die ganz spontan vorbeikam, auf der Couch, schaue nach oben und was sehe ich, Wasser tropft durch die Decke. DANKE. Das konnte ich echt gebrauchen. Und so sah das ganze dann aus:


Natürlich konnte ich nichts an der Situation ändern und versuchte mir auch nicht ganz so sehr die Laune verderben zu lassen. Abends haben wir uns dann mit meinen Schwiegereltern getroffen. Wir haben lecker gegessen, Karten gespielt, bischen Sekt gepitschelt und die Zeit bis um 12.00 Uhr ging Ruck Zuck rum. Irgendwie haben wir dann festgestellt das die Leute viel mehr geböllert haben als sonst. Das hat überhaupt nicht mehr aufgehört. Erst um 3.00 Uhr morgens haben wir diese schöne kleine Feier beendet.

Tja und schon war wieder ein Jahr vergangen, in dem sich die Ereignisse überschlagen haben. Mit großen Erwartungen gehen wir in das Jahr 2006. Das Jahr unserer Auswanderung, die ich so lange herbeigesehnt habe. Die Gedanken überschlagen sich. Wie soll blos alles werden? Wird alles klappen? Finden wir Arbeit, Wohnung, Auto? Werden wir Heimweh haben? Machen wir das Richtige? Und noch vieles, vieles mehr.

Ich wünsche mir für mich und meine Familie, daß wir es schaffen werden unsere Träume zu verwirklichen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Martina

Weihnachten 2005

Bens erstes Weihnachtsfest war klasse. Er war total vom Tannenbaum mit den vielen Lichtern fasziniert und von der festlichen Stimmung.



Seine Geschenke haben ihn eher weniger interessiert. Er fand es viel besser mit dem Verpackungsmaterial zu spielen. Über sein Bobby -Car war er aber doch erfreut. Seht hier:

Und sein neues Telefon findet er auch toll:


Martina

Ben` s Immigration (Florida/Costa Rica v. 20.10.- 04.11.2005)

Um unseren Greencard Status zu erhalten und Ben`s Greencard zu aktivieren ging es auf nach Florida. Ja, es sollte wirklich nur Florida sein, aber wie immer bei uns kam alles anders. 2 Tage vor Abflug, machte sich Hurricane Wilma auf den Weg über Mexico Richtung Florida.... Toll. Da waren wir schon wieder bedient. Zum ersten mal in unserem Leben haben wir sämtlich Hotels vorgebucht, schließlich haben wir jetzt ein Baby. Großer Fehler sag ich nur. Hätten wir mal lieber alles beim Alten gelassen und wie immer vor Ort gesucht. Na ja, was sollten wir machen, mit Baby in Florida und dann Hurricane. Das wollten wir uns nicht antun und so buchten wir spontan, direkt nachdem wir in Frankfurt eingescheckt hatten einen Flug von Miami nach Costa Rica. Tante Claudia und Onkel Diego freuten sich natürlich total über unseren Spontan Besuch... Der Flug nach Fort Mayers verlief reibungslos. Wir haben versucht den kleinen Mann so lang als möglich wachzuhalten, damit er gleich die Zeitumstellung gebacken bekommt. Hat auch wunderbar geklappt. Natürlich war ich wieder mal total aufgeregt wie das bei der Immigration läuft. Jetzt durften wir uns ja richtig offiziell bei den Residents anstellen. Das war ein klasse Gefühl. Dort haben wir die die Unterlagen für Ben vorgezeigt. Der Beamte war total freundlich und sagte es würde leider länger dauern. Unsere Machine wäre die letzte an diesem Tag und er müßte dann ebenfalls noch die Touristen abfertigen, wir sollten schonmal unsere Koffer holen und dann nach dem Zoll Platz nehmen. Er würde dann die Unterlagen für Ben fertig machen. Tja und so haben wir wie immer mal wieder gewartet. Dann hab ich noch kurzzeitig einen Schock erlitten. Er wollte die Geburtsurkunde von Ben sehen. Ich natürlich keine dabei gehabt. Hat mir ja keiner gesagt. Aber es war ein Fehlarlam. Er kam gleich wieder aus seinem Kabuff und meinte es liege ein vor, die wäre vom Konsulat in Frankfurt beigefügt worden. Ben bekam den begehrten I-551 Stempel in den Pass, mit Hinweis das die Greencard in den nächsten Wochen an unsere US Adresse gehen würde. Er wünschte uns noch viel Glück und das war`s. Wieder mal easy going...Mit dem Beamten verließen wir den Flughafen und machten uns auf den Weg zum Mietwagen. Dort haben wir dann erstmal ne größere Klasse angemietet. Bei den Massen von Gepäck, die wir dabei hatten.... Ab gings ins Motel 6 welches für uns reserviert war. Zwischenzeitlich war es 23 Uhr Ortszeit und wir fielen erschöpft ins Bett. Am nächsten Tag fuhren wir direkt nach Ft. Lauderdale. Ein Bekannter hatte sich bereit erklärt, ein paar unserer Sachen bei sich unterzustellen, damit wir nicht mit allzu viel Gepäck nach Costa Rica fliegen mußten. Durch die Fahrt und Übergabe unserer Sachen, fielen wir ebenfall erschöpft ins Bettchen, am nächsten morgen mußten wir uns ja auch wieder früh auf den Weg zum Flughafen nach Miami machen. Auch dies verlief alles reibungslos. Wir kamen gut in Costa Rica an und waren überrascht, wie Kinder Freundlich die Cosa Ricaner sind. Da können wir uns alle mal ne Portion abschneiden. Wir wurden überall vorgelassen und waren so relativ schnell draußen. Dort erwartete uns schon Onkel Diego, der sich freute endlich mal den kleinen Ben kennenzulernen. Bislang hatte er ja nur Fotos sehen können. Die 5 Tage in Costa Rica vergingen wie im Flug. Per Fernsehen sahen wir die schreckliche Entwicklung von Wilma und Ihre Nachwirkungen. Wir konnten uns nicht vorstellen, daß wir davon auch betroffen sein sollten, aber wir waren es. Denn die Naturkatasrophe war mal wieder schlimmer als erwartet. Wir versuchten noch den Flug umzubuchen, aber wir hatten keine Chance nur irgendjemand von AA zu erreichen, also in den sauren Apfel gebissen und wieder zurück nach Florida geflogen. In Miami angekommen gab es auch keinerlei Probleme bei der Einreise. Wir gerieten wohl an einen Beamten der keine Ahnung hatte. Da Ben ja nur den Stempel im Pass hatte und noch keine Original Greencard, mußte er erstmal nachfragen. Die Schlange hinter uns war zwischenzeitlich doch recht lang geworden. Der Beamte bekam dann wohl gesagt es wäre alles in Ordnung, er solle uns schnellsmöglich durchwinken. Doch jetzt sollte der eigentliche Spaß erst anfangen. Katastrophenurlaub in Florida. Wir kamen im Parkhaus an, wo wir unser Auto abgestellt hatten und siehe da, nach dem Anlassen leuchtete da Lämpchen Motorcheck auf. Ich erstmal den Hals geschoben, von wegen Scheiß Karre und so. Dabei sollte sich das noch als unser Glück rausstellen. Wir uns also erstmal auf den Weg nach Ft. Lauderdale gemacht, schließlich wollten wir unsere Koffer wiederhaben. A. war über das Handy nicht erreichbar. Es gingen keine Straßenlampen alles war dunkel. Die Straße war gesperrt und wir erreichten niemanden. (Wie wir später erfuhren herrschte eigentlich seit 19 Uhr abends eine Ausgangssperre... Wie gut das uns keiner angehalten hat...)Was tun? Na ja, erstmal ein Hotel suchen und irgendwie die Nacht hinter uns bringen. Gott sei Dank hatten wir noch ausreichend Bargeld, sonst hätten wir ein echtes Problem gehabt. Die Nacht war der Horror, kein Strom, eine dreckige Badewanne (ich erspare Euch jegliche Beschreibung), keine Möglichkeit für Ben warmes Wasser zu machen, nur noch 1/2 Tank voll Sprit... Zustände wirklich wie nach dem Krieg. Seit Nachts um 3.00 Uhr standen die Menschen in Riesen Schlangen an der Tankstelle an und wußten gar nicht ob genau diese Tankstelle am nächsten Tag überhaupt Strom hat.... Ich wollte einfach nur noch weg. Das Hotel das wir gebucht hatte, hatte ebenfalls kein Strom, daher kam es nicht in Frage, daß wir dorthin fuhren. Wie hätte das den gehen sollen mit einem 5 Monate altem Baby? Wir hatten allerdings auch nicht mehr genügend Sprit im Tank um noch sehr weit zu kommen... Aber, da war doch was. Ja genau, eine Fehlermeldung am Wagen. Wir entschlossen uns die nächste Alamo Mietstation anzufahren und den Wagen umzutausche. Die Koffer waren uns erstmal Scheiß egal. A. war immer noch nicht tel. zu erreichen (ohne Strom ja auch kein Wunder). Zum Glück tauschten sie uns problemlos den Mietwagen um und wir machten uns auf Richtung Daytona Beach. Was war ich froh, je weiter wir nach Norden fuhren um so kürzer wurden die Schlangen an den Tankstellen und alles wurde wieder zur Normalität. Da der Urlaub bis jetzt so relativ nicht nach Plan lief entschlossen wir uns jetzt endlich mal auszuspannen und gönten uns ein schönes Hotel direkt am Meer. Leider war es natürlich von den Temperaturen nicht so wie wir es uns vorgestellt hatten, aber wir genossen trotzdem die Zeit und fingen endlich an mal zu entspannen. Selbst ich habe mit Ben mittags ein Schläfchen gemacht. Das gabs noch nie. Aber durch die ganze Aufregung war ich so platt, daß es auch mir gelang mich zu erholen. Viel zu schnell verging dann natürlich die Zeit. Auf dem Rückweg nach Fort Myers fuhren wir dann wieder in Ft. Lauderdale vorbei. Auch 10 Tage nach dem Hurricane hatten einige Stadtteile noch immer keinen Strom. Der Wahnsinn. Auch A. war davon betroffen. Der Ärmste, er hatte wirklich gestrichen die Schnauze voll. Verständlicherweise. Mit unseren Koffern machten wir uns dann auf den Weg nach Fort Myers Beach und verbrachten dort in einem wunderbaren Hotel direkt am Strand unsere letzte Nacht. Natürlich war dort das Wetter wunderbar und alles so, wie es ein Badeurlaub so an sich haben sollte. Und wir mußten natürlich heim.
Unser Urlaub, ein Erlebnis das man nicht vergisst. Urlaubsbilder gibt es auf unserer Homepage: www.eichelsbacher.com zu sehen.

Martina

Wednesday, January 25, 2006

Beantragung Boarding Letter für Ben im Sept. 05

Das war natürlich wieder nervenaufreibend und wie immer alle Sorgen umsonst....
Da Ben ja erst nach Erteilung unserer Greencards geboren wurde, mußten wir für Ihn den sogenannten Boarding, bzw. Transportation Letter beantragen. Dieser berrechtigt Ben ebenfalls eine Greencard zu erhalten. Hierzu muß man zum Konsulat nach Frankfurt fahren. Das ganze war mit großer Aufregung verbunden, da man nicht telefonisch einen Termin vereinbaren konnte, sondern es hieß: Kommen Sie einfach vorbei, bringen Sie Ihr Kind mit, 3 Paßfotos und eine Internationale Geburtsurkunde. Der Brief kann frühstens 4 Wochen vor Ihrem Abflug ausgestellt werden. Ich konnte das Ganze gar nicht glauben und mir vorstellen, daß sie uns ohne Termin überhaupt in die Botschaft lassen würden. Letztendlich ist aber das Konsulat ja auch nichts anderes als eine Behörde. Dort können ja auch die US-Angehörigen die in Deutschland leben z.Bsp. Ihre Pässe verlängern, Geburtsurkunden beantragen und ähnliches. Nichts desto trotz wollte ich natürlich auf Nummer sicher gehen und genau 4 Wochen vor unserem Abflug nach Florida im Oktober machten wir uns auf den Weg nach Frankfurt. Um 8.15 Uhr waren wir dann da und glücklicherweise war nur eine kurze Schlange am Eingang. Mit Kind wurden wir dann direkt auch nochmals vorgewunken. Unsere Pässe und Greencards vorgezeigt und mitgeteilt, daß wir einen Boarding Letter beantragen wollen, durften wir direkt durch den Sicherheitscheck. Babyflasche mußten wir dort deponieren, da diese aus Glas war. Drinnen wurden wir zu einem Schalter geschickt und erhielten von der Mitarbeiterin einen Bogen, den wir ausfüllen mußten. Leider befand sich dann der für uns zuständige Sachbearbeiter außer Haus und mußte über Handy informiert werden. Wir hatten also mal wieder etwas Wartezeit vor uns. Aber wie immer sollte das auch unser Glück sein. Als der Sachbearbeiter da war, mußten wir die Unterlagen abgeben und dann hat es lediglich noch eine Viertel Stunde gedauert und wir hielten die erforderlichen Briefe in der Hand, einen für die Immigration, den anderen für die Fluggesellschaft. Der Beamte stellte uns keine Fragen, hat uns viel Glück gewünscht und einen schönen Tag. Das wars. Ich habe ihn dann noch nach einer bestimmten Mitarbeiterin gefragt, die uns damals im Greencard Prozess betreute und er rief sie noch. Da konnten wir uns dann nochmals bedanken. Um 12.00 Uhr waren wir wieder draußen. Und alles war wieder super Easy gewesen. Und ich hab mich wie immer mal wieder gefragt, weshalb ich mich vorher so verrückt gemacht habe.

Martina

Tuesday, January 24, 2006

Unser 1. Hochzeitstag oder Ben`s erster Kurztrip vom 29.07.-01.08.2005

Zur Geburt bekamen wir von Mutschka einen Wochentripp in ein Romantik Hotel unserer Wahl geschenkt. Da war ja klar wo wir hin wollten. Nach Bad Hindelang ins Hotel Sonne. Hatten wir dies doch noch von unseren Flittertagen in bester Erinnerung und als Datum bot sich natürlich unser 1. Hochzeitstag geradezu an. Diesmal entschieden wir uns für folgendes Programm: 4-Gänge Menü, 1 Flasche Champagner auf dem Zimmer und das erweiterte Schlemmerfrühstück.
Mit größten Erwartungen an genau das gleiche schöne Wetter wie im letzten Jahr fuhren wir los. Der kleine Ben, gerade 11 Wochen alt, war wie immer zucker. Hat keinerlei Zicken gemacht, obwohl es auf der ganzen Fahrt schwül heiß bei 30 Grad war. Kaum angekommen, verdunkelte sich der Himmel und es fing an zu Regnen. Toll. So war das natürlich nicht geplant. Abends gab es dann erstmal das 4 Gänge Menü, welches wunderbar war. Am nächsten Morgen. Regen. Hallo, das Wetter hatten wir aber nicht bestellt. Na ja, wir haben versucht das beste daraus zu machen. Schließlich bietet das Hotel ja eine schöne Sauna Landschaft mit Schwimmbad. Da hat Ben dann doch rumgezickt und wir mußten leider unseren entspannten Mittag abbrechen. Nach dem Abendessen (Griechisch) haben wir es uns dann mit unserer Flasche Champagner bequem gemacht. Am nächsten Tag, wie sollte es auch anders sein, Regen, sind wir dann nach Oberstdorf zum Sommerskispringen gefahren. Das war super interessant und ich würde es gerne mal im Winter miterleben. Einfach klasse, wie sich die Jungs die Schanze runterstürzen. Unser Abendessen nahmen wir diesmal im Hotel ein. Am nächsten Morgen sollte es ja schon wieder nachhause gehen. Und wie sollte es auch anders sein. Wir machten den Vorhang auf und die Sonne schien. Was soll man dazu sagen... Nicht desto trotz war es ein wunderschönes Wochenende. Liebe Mutschka, vielen Herzlichen Dank nochmals dafür. Und obwohl wir so schlechtes Wetter hatten, haben wir jede Sekunde genossen. Schaut selber:

Martina

Sunday, January 22, 2006

Ben`s Taufe am 12.06.2005

Da Ben`s Tante Claudia aus Costa Rica auf Deutschland Besuch war und sie schon nicht an unserer Hochzeit dabei sein konnte, entschlossen wir uns den kleinen Mann schon mit 4 Wochen taufen zu lassen.

Die Zeremonie in der Evangelischen Kirche in Laubenheim war wunderschön. Der kleine Ben hat fast alles verschlafen und war ganz brav.

Sein Taufspruch lautete:

"Herr Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht." (Psalm 36, 6+10)

Taufpaten sind sein Onkel Clemens E. und seine Tante Alex P.; getauft wurde er von Pfarrer Wolfgang Drewello.

Gefeiert haben wir im "Gereon" in Nackenheim. Die Feier war wunderschön. Und wieder mal gilt der Dank unseren Eltern, die dies alles möglich gemacht haben.

Und so sieht der kleine Täufling mit seinen stolzen Eltern aus:


Ich schau wie immer etwas dämlich, aber was solls. Dafür sehen meine zwei Männer toll aus!

Martina

Saturday, January 21, 2006

Ben ist da! 11 Mai 2005

Tja, der kleine Mann hat sich ganz schön Zeit gelassen. Der errechnete Geburtstermin war eigentlich der 02.05.2005. Anscheinend hat es ihm aber bei mir im Bauch so gut gefallen, daß er meinte dort noch etwas verweilen zu müssen. Ehrlich gesagt hat er seiner Mutter wohl bewußt mal ne Woche mehr Mutterschutz gegönnt :-). Tja, und dann am 10. Mai, Christian kam gerade von der Uni heim, fings an, ich hatte plötzlich so ein Ziehen im Bauch. Na ja, mein armer Mann völlig ausgehungert hat erstmal in aller Ruhe gekocht und ich hab auch noch was gegessen, war ja alles nicht so schlimm. Um 20.30 Uhr haben wir dann dochmal die Hebamme angerufen. Die meinte, wir sollen doch einfach mal kurz in der Klinik vorbeischauen, dann könnten wir mal schauen, ob das Wehen wären :-) Natürlich waren es Wehen. Die kamen auch alle 5 Minuten, später alle 2 Minuten, nur getan hat sich natürlich NICHTS... Warum? Weil die zukünftige Mama total verspannt hat. Hatte ich doch dem kleinen Mann ausdrücklich untersagt, am 10.05. zu kommen, da sein Papa am nächsten Morgen eine Klausur zu schreiben hatte!!!!! Hat ihn aber natürlich überhaupt nicht interessiert, wieso auch... Nachdem die Wehen immer schlimmer wurden und sich nichts tat (Muttermund lediglich 1,5 -2 CM geöffnet) und es mittlerweile 00 Uhr war, schickten wir Christian heim und meine liebe Freundin Silke kam, um mir beizustehen. Sie ist Geburtsvorbereiterin und hat selber 2 Kids und wußte demnach genau wie ich mich fühlte. Die Arme hat eine durchwachte Nacht mit mir hinter sich, ohne das sich was tat. Die Hebamme spritzte mir dann ein starkes wehenhemmendes Mittel (zum Glück muß ich sagen) und so kam es wie es kommen mußte, morgens um 7.30 Uhr war der Spuk erstmal erledigt. Silke hat dann Christian angerufen und ihm gesagt, er können in Ruhe seine Klausur schreiben. Ich hab mich erstmal schlafen gelegt und das wars. Für`s Erste....
Christian kam dann gegen 14.30 Uhr von der besagten Klausur ins Krankenhaus angetrabt und fing an mich zu scheuchen. Treppauf, Treppab zuzüglich einem Riesenspaziergang. (Anweisung der Hebamme) Ich war fix und fertig und völlig aus der Puste. Jeder der sich mit 24 KG mehr bewegen muß, weiß was das für ein Gefühl ist. Die Wehen fingen dann auch wieder an und nachdem sie relativ regelmäßig kamen, machten wir uns mal auf zum Weg in den Kreissaal. Das war so gegen 17 Uhr am Nachmittag. Kaum lag ich auf der Liege zum Wehenmessen und das Gerät war angeschlossen, ging alles Ratz Fatz, leider trat meine Horrorvorstellung ein. Ich mußte Kübeln (dabei hasse ich doch nichts mehr als zu brechen....), gleichzeitig platzte die Fruchtblase. Danach ging alles rasend schnell. Die Hebamme fragte ob ich ein Entspannungsbad nehmen wollte, dem stimmte ich zu. Ich bekam gar nicht mit, wie sich der Muttermund auf 10 CM öffnete. Dabei sollen doch von 8-10 CM die schlimmsten Wehen sein. Das kann ich für mich so nicht bestätigen. Das ging wirklich rasend schnell. In der Wanne gefiel es mir dann wirklich gut. Eigentlich wollte ich ja nie eine Wassergeburt haben. Das wußte die Hebamme und meinte dann, wenn ich jetzt nicht in der Wanne entbinden wollte, müßte ich endlich rauskommen. Mein Kommentar hierzu: "Ich bewege mich keinen CM wo anders hin!" Und so habe ich in der Wanne entbunden und fand es eigentlich im Nachhinein total klasse und will es auf jeden Fall beim 2. Kind ebenfalls wieder in der Wanne versuchen. Nach 4 Stunden und 20 Minuten durfte ich dann den kleinen Mann endlich im Arm halten. Der kleine Ben war bei seiner Geburt 52 CM groß, wog 4010 gramm und hatte einen Kopfumfang von 35 CM.
Und so sieht der kleine Stinksack aus:


Im übrigen fand ich die eigentliche Geburt nicht so schlimm, wie es immer von Allen dargestellt wird. Klar, weh tuts, aber das weiß man ja vorher. Und es sind meiner Meinung nach nicht so starke Schmerzen, die man nicht aushalten könnte. (Sonst würde ja auch kein Mensch ein zweites Kind bekommen...) Silke hat uns immer gesagt, man muß eine Geburt als schönes Erlebnis betrachten und das habe ich auch getan. Trotz dem ganzen Hick Hack fand ich es wirklich toll. Man kann es nicht beschreiben und wird es trotzdem nie vergessen.

Liebes Silkchen, ich danke Dir für "unsere" gemeinsame Nacht und freue mich schon dieses Jahr an unserem Jahrestag mit Dir anzustoßen :-)

Martina

Thursday, January 12, 2006

Unsere Original Greencards sind da.... (Ende Januar 2005)

Kaum wieder in Deutschland und keine Woche später erhielten wir schon Post von meiner Tante. Erstmal nur einen Welcome Letter, mit dem Hinweis, daß unsere Greencards demnächst kommen. Ich bekam insgesamt 3 Welcome Letter, Christian 5. Und dann, nur 4 Wochen nach unserer Aktivierungsreise lagen die Orignale schon in Missouri bereit. Eine Woche später durften wir sie dann endlich in den Händen halten. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe. Ich hab mir das geliebte Kärtchen so ungefähr 1000000 mal angeschaut und konnte es gar nicht glauben.
Und wer wissen will wie sowas ausschaut. Bitteschön:

Wednesday, January 11, 2006

Warum gerade Colorado Springs? (inkl. "kleinem" Urlaubsbericht)

Nachdem meine Recherchen im Internet ergeben hatten, daß meine Traumstadt in den USA, nämlich San Diego, aus diversen Gründen (zu hohe Lebenshaltungskosten/Mieten/Arbeitslosenquote und ähnliches) für einen Neustart nicht in Frage kam, hatten wir uns im Vorfeld der Frage gestellt: Was wollen wir eigentlich und was soll unsere neue Heimatstadt alles haben? Wo kann man sich einen Neustart ohne Job vorstellen und wo kann man sich erstmal auch mit einem Billig Lohn Job einigermaßen über Wasser halten? Was erwarten wir vom Wetter? Wie sieht es mit den Lebenshaltungskosten aus? Schulbildung? Was gibt es für Freizeitmöglichkeiten? Durch Recherchen im Internet kamen wir auf Denver. Denver liegt am Fuße der Rocky Mountains auf 1600 Meter. Wettermäßig bietet Colorado 4 Jahreszeiten, was uns ebenfalls sehr wichtig war und wirbt mit 300 Sonnenstunden im Jahr, mehr als Florida und Californien. Außerdem sollen dort die wenigsten übergewichtigen US Bürger leben (fand ich witzig, wurde expliziet in der Touri Zeitschrift erwähnt), Job mäßig scheint auch was zu finden zu sein. Durch die nah gelegenen Skigebiete und State Parks bietet Denver einiges an Freizeitmöglichkeiten. Also, gesagt getan, wir buchten für die Aktivierungsreise einen Flug nach Denver. Dieser sollte Ausgangs/Endpunkt unserer kleinen Rundreise sein.

Dort angekommen, erledigten wir direkt die wichtigen formellen Sachen, wie die Eröffnung eines Bankkontos und die Beantragung einer SSN. Dann gings auf Erkundungstour durch die Stadt. Wohngebiete anschauen, Shoppen, Rehazentren in der Karte vermerken (dort wollten wir dann auf dem Rückweg vorbei um uns für Christian zu erkundigen, wie das so läuft) Gefallen hat es uns schon, aber die Größe... wir sind doch eher die Kleinstadttypen. Leben ja auch hier nicht in Frankfurt, sondern in Mainz. Wir erkundeten ebenfalls zwei Skigebiete (Copper Mountain (Empfehlung der Einheimischen) und das legändere Vail (welches extrem teuer war...)

Nach Weihnachten starteten wir dann unsere Tour. Wir entschlossen uns eine Nacht in Colorado Springs zu verbringen, tagsüber erkundeten wir die Innenstadt und es kam wie es kommen mußte. Wir fanden es dort genial. Alles so gemütlich und schön gestaltet. Abends fuhren wir nochmals nach Denver zu einem Basketballspiel Denver Nuggets - Dallas Mavericks. Sind ja nur 70 Meilen, das ist ja für amerikanische Verhältnisse gar nichts. Am nächsten Tag ging dann unsere Rundreise los, auf nach Texas. Unser Weg führte uns durch die größte Pampa, ohne Handyempfang und sonst irgendetwas zu sehen, nach ich weiß nicht mehr wieviel Stunden, kamen wir dann in Amarillo an. Wir sind einfach nur platt ins Bett gefallen, da ich mal wieder viel zu müde war um nur irgendwas zu unternehmen. Am nächsten Morgen besichtigten wir noch die berühmte Caddilac Farm und weiter gings Richtung Oklahoma City. Unterwegs fuhren wir über die berühmte Route 66 und hielten zwischen durch mal an einem Museum an. Dort arbeitete eine Deutsche, die seit über 50 Jahren in den Staaten lebte. Sie wollte unbedingt Deutsch mit uns sprechen und fands ganz toll das wir Ihre Heimatstadt Dietzenbach kannten (ist so ne halbe Stunde mit dem Auto von uns entfernt). Es war echt witzig, wie sie mit Ihrem amerikanischen Akzent Hessisch babbelte :-) . Tja, Oklahoma City war dann nicht so wirklich der Brüller. Wir haben uns auch ehrlich gesagt nicht wirklich viel angeschaut. Aber alleine die Skyline hatte halt nicht so das gewisse Extra. Viel gemacht haben wir nicht, außer mal schnell bischen Shoppen gegangen und was futtern...

Am nächsten Tag war es dann soweit. Wir sollten endlich unsere Internet Freundschaft kennenlernen. Los gings nach Gainesville zu Manu, Konny, Jason, Janina, Erwin (Papagei) und Murphy (Hund). Ich war so aufgeregt. Manu und ich haben uns über das Auswanderer Forum kennengelernt. Sie hat das Jahr vor mir in der Greencard Lotterie gewonnen und Ihre Geschichte mit dem Konsulat und der ärztlichen Untersuchung waren unserer sehr ähnlich. Ich war ja damals echt ziemlich fertig mit den Nerven und Manu hat mir super geholfen. Danke meine Liebe, das werde ich Dir nie vergessen!!!! Aber wie würde es sein, plötzlich denjenigen in die Arme zu schließen, den man nur aus E-Mails und Telefonaten kennt ? Es kam, wie es kommen mußte. Wir sahen uns fielen uns um den Hals und danach stand der Schnabel nicht mehr still. Unsere Männer kamen irgendwie so gar nicht zu Wort. :-) Wir verbrachten 5 wunderbare Tage in Texas und für Christian wurde klar, daß Texas ihm zwar so für den Urlaub ganz gut gefiel, aber zum Leben nichts sei (wir haben Sylvester bei 20 Grad gegrillt und sind im T-Shirt rumgelaufen), also viel zu warm und im Sommer muß es ja noch abartig schwül heiß sein.

An dieser Stelle nochmal ein fettes Dankeschön für die wunderbare Zeit, die wir mit Euch hatten. Manu, vielen Dank für Deine Freundschaft. Ich finde es so schön, daß wir uns gefunden haben. Bald trennen uns ja nicht mehr ganz so viele Kilometer, sind ja nur noch so an die 1600.

Zurück ging es dann über Santa Fe. Ich hatte mich so auf die Stadt gefreut und war sehr aufgeregt diese Christian zu zeigen. Doch es sollte anders kommen. Es schiffte wirklich von der Minute an, in der wir unseren Fuß in die Stadt setzten. Bis zum nächsten Morgen, an dem wir eigentlich die Stadt unsicher machen wollten. Wir waren aber tapfer. Haben uns durch den Regen bis zum State Capital gekämpft. Den historischen Teil der Stadt haben wir dann aber leider vom Auto aus betrachten müssen. Christian meinte, er könne erahnen wie es denn so bei schönem Wetter wäre... Wir haben uns dann ziemlich schnell wieder auf den Weg gemacht. Was sich auch als gut rausstellte, denn unterwegs fing es so stark zu schneien an, daß man echt gar nichts mehr gesehen hat. Wir kamen Gott sei Dank sicher in Colorado Springs an. Und jetzt kommt das seltsame, je näher wir Colorado kamen, umso mehr freuten wir uns wieder "heim" zu kommen. Die Landschaft änderte sich und eigentlich können wir es auch gar nicht richtig beschreiben. Es war halt einfach ein Herzensgefühl. Wir verbrachten 5 wunderbare Tage in Colorado Springs. Waren auf der Führerscheinstelle, haben ein Rehazentrum besucht und einfach mal nachgefragt wie das so läuft. Haben uns Wohngegenden angeschaut. Natürlich auch einige Touristenpunkte (Garden of Gods, Olympic Training Center, Historical District) abgearbeitet. Viel zu schnell ging die Zeit rum und wir verbrachten noch 2 Tage in Denver, bevor es dann wieder Richtung Deutschland ging.

Diesmal viel mir der Abschied besonders schwer. Alleine der Gedanke, daß man jetzt offiziell für immer dableiben darf und aus dieversen Gründen noch nicht dableiben kann. Das hat mich echt traurig gestimmt. Na ja, es sollte ja nicht mehr lange dauern. Der 15.12.2005 sollte eigenlich der Auswanderungstermin sein, dachte ich damals.... Aber wie sollte es auch sein, es kommt 1. alles Anders und 2. wie man denkt.

Dazu dann später mehr...

Martina

Sunday, January 08, 2006

Immigration/Aktivierungsreise am 19.12.2004 nach Denver

Nachdem die Pässe ja seit Donnerstag endlich da waren, konnte es samstags losgehen. Natürlich war ich total aufgeregt (bin ich ja immer, bis ich endlich im Flieger sitze), aber diesmal war es nochmals anders. Es geisterten mit soviele Fragen durch den Kopf: Wie läuft die Immigration? Ist der Offizer nett? Stellen sie nicht zuviele Fragen? Wie lange dauert das ganze? und natürlich die wichtigste aller Fragen: Wie gefällt es Christian in den USA? Kann er sich überhaupt vorstellen dort zu leben? Oder sollte mein Traum platzen, weil er die Krise bekommt ? Na ja, warten wir es mal ab. Mit unseren schicken neuen Koffern bepackt (unser Weihnachtsgeschenk) machten wir uns mit dem Shuttleservice Mum+ Dad Eichelsbacher auf den Weg zum Flughafen. Dort trafen wir uns auch mit Olaf (unserem neuen Freund und ebenfalls Greencard Gewinner, der es sich nicht nehmen lassen wollte sich von uns zu verabschieden und alles Gute für die Immigration zu wünsche. He, mein Lieber, das war echt klasse von Dir und wir haben uns sehr gefreut). Das Einchecken dauerte wie üblich Stunden, da ja alles vorher durchleuchtet wird. Ich dachte schon, daß wir mit Sicherheit den Koffer aufmachen müßten, da wir unter anderem Rosenwasser dabei hatten, als Geschenk für unsere Freunde in Texas, aber zum Glück ging alles ganz reibungslos ab. Endlich eingecheckt, verabschiedeten wir uns von Christian`s Eltern und sind mit Olaf zur Einstimmung erstmal zum Mäc Doof gegangen. Danach gings endlich los. Der Flug war total entspannt und angenehm. Die Stewardess sprach uns dauernd auf Englisch an und meinte dann "Sorry, sie sehen so amerikanisch aus" Grins. Ging natürlich runter wie Öl. Aber da stellt sich mir die Frage: "Wie sieht ein typischer Amerikaner aus?" Die Zeit verging rucki zucki und schwupps befanden wir uns schon im Landeanflug nach Denver. Jetzt ging natürlich die Nervosität erst richtig los. (o.k. ich gebs zu, während des Fluges hab ich Christian auch ein bisserl damit genervt, aber wirklich nur ein bischen!!!!) Jetzt stellte sich die Frage, an welchem Schalter anstellen, dem Touristenschalter oder dem Schalter für US Bürger/Residents. Da sich hierüber die Meinungen im Internet schieden, entschlossen wir uns für den Residents Schalter. Es war ja sowieso klar, daß wir nochmals in ein separates Office mußten, also konnte ja nicht soviel falsch sein. Wir natürlich direkt die Umschläge mit Pässen griffbereit gehabt und als wir drankamen, haben wir erstmal freundlich guten Tag gesagt und mitgeteilt, daß wir hoffen an diesem Schalter richtig zu sein, wir wären hier für die Immigration. Der Offizer war total nett, sagte alles kein Problem, er würde uns jetzt in das zuständige Office bringen zum Erledigen der Formalitäten. Dort warteten lediglich 2 weitere Passagiere. Es dauerte deshalb nicht lange und wir wurden aufgerufen. Der Offizer nahm unsere Pässe und die Umschläge vom Konsulat entgegen und fing an die Papiere zu bearbeiten. Wir sollten solange nochmals Platz nehmen. Während wir warteten bekam ein Mann ganz schön den Marsch geblasen und er hatte wirklich richtig, richtig viel Gück, daß er seine Greencard behalten durfte. Er war nämlich 2 Tage später als nach den erlaubten 365 Tagen erst wieder eingereist. Er hat aber eigentlich voll cool reagiert. Die Beamtin war wirklich unfreundlich zu ihm und hat ihn echt ganz schön unter Druck gesetzt: Warum er so spät eingereist ist, ob er nicht wüßte das sie ihm jederzeit die Greencard abnehmen darf, wieso er immer noch nicht in den USA leben würde, wann er endlich übersiedeln würde. Der Mann hatte aber wohl ein eigenes Geschäft und begründete fast alles damit. Letztendlich ließen sie ihn gehen und er durfte die Greencard behalten. Ich würde sagen, ganz schön Glück gehabt. Es hätte für ihn auch anders ausgehen können. Nach dieser kurzen Annekdote wurden wir wieder aufgerufen. Wir mußten dann nochmals Fingerabdrücke abgegeben (diesmal mit Stempelkissen). Dann bekamen wir den langersehnten I-551 Stempel in den Pass. Der Beamte erklärte uns dann noch, daß dies unsere vorläufige Aufenthaltsgenehmigung sei, diese wäre ein Jahr gültig, die Original Greencard sollte aber innerhalb eines halben Jahres bei uns eingehen. Dann meinte er noch "Welcome to America" und das war`s. Ich konnte gar nicht glauben, daß das alles sein sollte. Innerhalb einer viertel Stunde war alles erledigt und wir konnten uns ab diesem Zeitpunkt "Permanent Residents" schimpfen. Als wir zum Gepäckband kamen waren unsere Koffer auch schon gleich da, noch schnell durch den Zoll (ohne irgendwelche Probleme). Ab zum Mietwagen und los gings auf der Suche nach unserem Hotel, welches wir bereits von Deutschland aus gebucht hatten. Wir haben uns nur kurz verfahren und es dann relativ schnell gefunden. Gelandet sind wir im DaysInn (wobei dies in einer eher nicht so tollen Gegend lag, aber Hauptsache billig :-) ). Zur Feier des Tages sind wir dann noch schnell zu Tacco Bell und dann totmüde ins Bett gefallen. Ab jetzt konnte der Urlaub beginnen.

Martina

Thursday, January 05, 2006

November/Dezember 2004 --- Warten auf die Pässe

Eigentlich hieß es ja, die Pässe liegen uns mit Visa innerhalb der nächsten zwei Wochen vor. Wir hatten für den 19.12.04 einen Flug nach Denver gebucht (Aktivierungsreise), bereits vor dem Interviewtermin. Eigentlich soll man das ja nicht machen, da es ja passieren kann, daß das Visum nicht erteilt wird. Da wir aber alle Vorraussetzungen erfüllten, waren wir uns sicher, daß unser Visum genehmigt wird. Außerdem konnten wir nur noch im Dezember/Januar fliegen, da Christian ansonsten wieder Uni hatte und ich ja dann mit der Schwangerschaft zu weit fortgeschritten gewesen wäre. Laut Arzt war auch der 5./6. Monat die bester Reisezeit um einen so langen Flug in Kauf zu nehmen. Nach Berichten im Internet kamen bei fast allen Anderen die Pässen schon nach 4-5 Tagen, vor allen Dingen, bei denen, die vorher schon beim Vertragsarzt gewesen sind. Ich natürlich jeden Tag zum Briefkasten gerannt. Nach einer Woche wurde ich schon etwas kribbelig, dachte aber gut, es kann ja auch zwei Wochen dauern. Nach den zwei Wochen war ich mit dem Nerven schon ziemlich am Ende. Ich habe dann im Konsulat angerufen und hatte an diesem ersten Tag auch Glück und erreichte gleich jemanden. Später sollte sich herausstellen, daß dies ein Glücksfall war. Die freundliche Dame schaute sich unsere Unterlagen an und es stellte sich heraus, daß sie versäumt hatten über meinen neuen Nachnamen einen sogenannten FBI-Check durchzuführen. Ich erläuterte Ihr nochmals die Situation, gerade auch im Hinblick darauf, daß ich schwanger war und unser Flieger am 19.12. gehen würde. Sie sagte mir zu, sich schnellstmöglich um die Angelegenheit zu kümmern. Sollte innerhalb dieser Woche dann die Pässe noch immer nicht bei uns eingegangen sein, sollte ich mich auf alle Fälle nochmals melden. Ich war natürlich beruhigt und dachte: "Ok, die Pässe werden dann so Ende der Woche da sein." Von wegen. Nichts.... Der Briefkasten wies gähnende Leere auf. Und dann fing die Aufregung erst richtig an. Ich scheiterte an der Telefonleitung. Sprechzeiten sind sowieso nur von 14-16 Uhr. Entweder war besetzt und wenn frei war ist keiner dran gegangen. Dann konnte ich ja auch nicht so telefonieren, da auf der Arbeit kein Mensch Bescheid wußte. Dort wollte ich das ganze natürlich erst mitteilen, wenn alles in trockenen Tüchern war. Am zweiten Tag versuchte es Christian, auch er kam nicht durch. Und so ging es circa 4 Tage, bis ich endlich jemanden erreichen konnte. Diese Dame war dann nicht ganz so freundlich, sagte mir aber zu, sich um die Angelegenheit zu kümmern und ich sollte weiterhin versuchen jeden Tag anzurufen und zu fragen, ob die Pässe versandtfertig wären. Ich hatte nämlich gesagt, daß wir diese dann abholen und der Versand nicht noch durch den Postweg verzögert wird. Mittlerweile rückte der 19.12. immer näher und wir hatten noch immer nicht die Pässe. Dienstags konnte ich dann endlich wieder jemanden erreichen und dann sagte mir die Dame, Ihre Pässe wurden heute versandt. Da war ich dann mit den Nerven am Ende. Da diese mit Einschreiben + Übergabe versandt wurde und nur noch 4 Tage Zeit war, bin ich bald am Telefon zusammen gebrochen. Und jetzt kommt noch der grönende Abschluß. Da unser Briefträger zu faul ist, in den 3. Stock hochzulaufen, warf er mittwochs einfach nur das Abholkärtchen in den Briefkasten. Da wars dann echt ganz vorbei. Nicht, daß ich die ganzen Tage schon am Heulen war, da bin ich echt zusammengebrochen und hab sogar auf der Arbeit geheult (und da wußten ja nur 2 Personen was los war). An dem Tag wäre ich wohl besser ganz daheim geblieben. Diese vergangenen 2 Wochen, sowas von schrecklich, vor allen Dingen, da wir ja so unter Termindruck standen und gar nicht hätten später fliegen können. Es war wirklich schrecklich. Donnerstags morgens bin ich dann gleich zur Post gefahren und dann sagt der Typ nach Durchsicht der ganzen Sachen "Ne, hier ist nichts dabei." Haaaallllloooooo. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie ich bald kollabiert bin in dem Laden.... Er hat dann nochmals alles durchgeschaut und der unterste Brief war dann für uns. Ich bin dann Quasi mit dem Umschlag aus dem Geschäft gestürmt, hab mich ins Auto geschmissen und erstmal den Umschlag aufgerissen, ob auch wirklich unsere Unterlagen drin waren. ALLES DA. Ich habe dann sofort Christian angerufen und Entwarnung gegeben. Jetzt konnten wir Samstags losfliegen. Wenn ich das ganze jetzt mal Revue passieren lasse, war diese Wartezeit auf unsere Pässe das allerschlimmste an der ganzen Sache. Der arme Ben. Ich glaube, der hat in den 4 Wochen ganz schön gelitten. Der kannte seine Mama bis dahin nur als heulendes Elend. Aber er scheint es trotzdem sehr gut verkraftet zu haben und ist ein kleiner Sonnenschein geworden, anstatt eine Heulsuse. Und wir konnten uns ja schlieslich im Urlaub dann endlich von dem ganzem Visumsstress erholen....

Martina

Martina

Interviewtermin am 16.11.2004

Es war soweit.... Ich konnte es kaum glauben und hab mir vor Aufregung fast in die Hose gemacht. Angesetzt war der Temin für 8.30 Uhr, aber aufgrund Erfahrungsberichten aus dem Internet sollte man schon recht früh da sein, da sich immer eine ewig lange Schlange vor dem Konsulat bildet und immer nur 4 Personen auf einmal eingelassen wurden. Also was bedeutete das für uns? Erstmal gaaaannnnzzz früh aufstehen und das nach einer Nacht, in der wir eh kaum geschlafen hatten vor lauter Aufregung (also ich, mein Mann natürlich nicht :-) ). Um kurz nach 7 kamen wir am Konsulat an, nachdem wir in einer Nebenstraße einen Parkplatz gefunden hatten. Und richtig, es standen schon mindestens 30 Leute vor uns. Es war saukalt, ich hab mir bald den A.... abgefroren und natürlich mußte ich auf`s Klo. Der Horror. Es war so ca. 8.15 Uhr bis wir endlich im warmen Gebäude waren. Schließlich mußte man durch einen Metalldetektor laufen und einen kleinen Drogentest haben sie am Einlaß auch gemacht. Vor allem Anderen ging ich erstmal auf die Toi. Nachdem ich dann wesentlich entspannter war, gings erstmal ans Bezahlen (435,00 $ pro Person, also mal locker 870,00 $ von der Kreditkarte abgebucht. Und da hatten wir noch Glück, denn in 2005 wurden die Gebühren auf 710,00 $/Person erhöht...) Danach hieß es erstmal wir sollen warten, bis wir aufgerufen werden. Kurz darauf gings auch schon zum nächsten Schalter, dort mußten wir unsere Pässe und die Fotos abgeben und bekamen den Rückumschlag, den wir schonmal mit unserer Adresse beschriften sollten. Da war ich noch guter Dinge, daß es schnell gehen würde. Danach fing aber die eigentliche Wartezeit erst an. Nach 1 Stunde wurden wir erneut aufgerufen. An einem anderen Schalter mußten wir die erforderlichen Unterlagen (Abizeugnis, Heiratsurkunde, Geburtsurkunden, etc.... ) abgeben. Danach hieß es wieder warten. Zum Glück trafen wir ein Pärchen, welches ebenfalls in der Lotterie gewonnen hatte und man konnte ein bisschen Quatschen. Später stellte sich dann heraus, das auch ein Teilnehmer meines geliebten Forums (www.auswanderer-forum.com) am gleichen Tag seinen Termin hatte, er uns auch gesehen hatte, aber nichts sagte, da er zu sehr mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt war. Mittlerweile war es bereits 10.30 Uhr und das andere Pärchen wurde etwas nervös, sie waren nämlich noch nicht beim Vertragsarzt gewesen und dieser nahm nur bis um 11 Uhr die Patienten vom Konsulat an. Da sie aus Köln kamen, hatten sie verständlicherweise keine Lust nochmals nach Frankfurt anzureisen. Sie kamen dann aber kurz darauf an die Reihe und hatten Ihren eigentlichen Termin bei der Konsulin zum Interview. Gerade noch rechtzeitig machten sie sich auf den Weg zum Arzt. Glücklicherweise kamen wir dann auch endlich um kurz vor 11 Uhr an die Reihe. Gerade vor diesem Interview Termin hatte ich Schiß. Es wurde auf Englisch geführt und die Sprechanlage knackste fürchterlich (was ich schon aus anderen Berichten wußte...) und ich hatte fürchterliche Angst die Dame nicht zu verstehen. Wir mußte noch angeben und vor Ihren Augen unterschreiben, daß wir keine Mitglieder einer terroristischen Vereinigung sind. Dann stellte Sie uns folgende Fragen: Seit wann seid Ihr verheiratet? Wo wollt Ihr Hin? Warum wollt Ihr dahin, da ist es doch so kalt? Wir alles brav beantwortet. Dann wurden unsere Fingerabdrücke gescannt und das wars. Sie meinte dann in spätestens 2 Wochen haben wir unsere Pässe mit dem Visum im Briefkasten. Da war ja schon klar das wir es erteilt bekommen, ich konnte es aber nicht lassen und fragte nochmals nach ob wir denn jetzt tatsächlich die Greencard bekommen. Sie fands wohl lustig und meinte: Ja, sie bekommen Ihr Visum für die Einreise, die Greencard bekommen sie erst nach Aktivierung der Greencard. Wir bedankten uns artig und ja das wars.... alles total easy und einfach und was hab ich mich vorher verrückt gemacht. Die Angestellten im Konsulat waren sowas von freundlich (Amerikaner eben) und bis auf die lange Wartezeit, lief alles Bestens.
Als wir auf der Straße waren hab ich erstmal laut gejauchzt. Die Leute haben bestimmt gedacht, die Alte hat nen Knall...
Danach sind wir erstmal zum nächsten Minimal und haben uns was zum Essen geholt, da wir vor lauter Warten ein riesen Loch im Bauch hatten. Dann sind wir heimgefahren und konnten uns für den Rest des Tages entspannen. Wir gingen ja davon aus, daß die Pässe nun in spätestens 2 Wochen bei uns eingehen würden. Doch es sollte Anders kommen und uns noch jede Menge Nerven kosten.....

Martina

Besuch Vertragsarzt Anfang November 2004

Nachdem wir uns entschlossen hatten den Termin beim Arzt vor dem Interview Termin wahrzunehmen, ging es ca. 2 Wochen vor dem Interviewtermin nach Frankfurt. Gott sei Dank fanden wir die Arztpraxis auch auf Anhieb. Dort angekommen gaben wir unsere Unterlagen (Impfpässe, Mutterpass, sowie 3 Passfotos) bei der Sprechstundenhilfe ab und wurden erstmal zur Kasse gebeten. Christian mußte 125,00 Euro bezahlen und ich nur 100,00 Euro da ich schwanger war. Dann durften wir erstmal ins Labor gehen, dort wurde uns Blut abgezapft und ein Urinpröbchen wurde abgegeben (wegen Aids und Syphillis). Dann wurde Christians Lunge noch geröngt (Tuberkulose), ich durfte ja nicht da Schwanger. Dann warteten wir auf den Arzt. Ich will ja nicht motzen, aber es war wirklich ein unsymphatischer Kauz. Wir mußten uns bis auf die Unterwäsche ausziehen, er klopfte sämtliche Körperteile ab. Machte eine kleinen Sehtest, maß den Blutdruck und hörte das Herz ab. Und siehe da, er meinte bei Christian ein Herznebengeräusch zu hören und ausgerechnet an diesem Tag hatte Christian auch noch einen hohen Blutdruck. Was bedeutete das für uns, nicht nur das Christian sich noch gegen Maseren impfen lassen mußte (ich wieder nicht, da ja Schwanger) durfte Christian auch noch zum Hausarzt um ein Langzeit EKG zu machen, damit ja nichts am Herzen ist. Es haben auch sämtliche Versuche ( das ganze wurde bei der Bundeswehr schon einmal untersucht und durch den vielen Sport kann es ja ebenfalls dazu kommen) abgewiegelt. Na ja, da konnten wir von Glück sagen, daß wir vor dem Interview Termin zum Arzt gegangen sind und Christian alles erforderliche über unseren Hausarzt erledigen konnte. Der mußte dann seinen Bericht an den Vertragsarzt schicken. Natürlich stellte sich heraus, daß Christian kerngesund war/ist.
Um 225,00 Euro ärmer machten wir uns auf den Weg nach Hause und hatten wieder ein weiteres Kapitel auf dem Weg zur Greencard erledigt.

Martina

Oktober 2004 / Die Einladung ist da

Die Einladung zum Interview Termin ist da:

Der Termin findet am 16.11.2004 im amerikanischen Konsulat in Frankfurt, damals noch in der Siesmayerstraße statt.

Jetzt mußte aber einiges erledigt werden und die für den Interviewtermin benötigte Unterlagen gesammelt und zusammengestellt werden:
Beantragung eines polizeilichen Führungszeugnisses; Geburtsurkunde; Pässe; Heiratsurkunde; Finanznachweis ( sämtliche Unterlagen, die nachweisen, wieviel Geld man auf der "Hohen Kante" hat, bzw. zu Geld machen könnte); eine Bestätigung der Bank über die Finanzen (Faustregel: als Nachweis über die finanziellen Mittel sollte die erste Person 10.000 Euro, jedes weitere Familienmitglied 5.000,00 Euro nachweisen können --- hab ich zumindest so im Internet gefunden - die letztendliche Entscheidung liegt aber definitiv beim Konsul); Nachweis der erforderlichen Bildung oder Arbeitserfahrung (Vorraussetzung ist ja Abitur bzw. 12 Jahre Schulbildung (Fachabitur) oder ein Realschulabschluß mit einem Ausbildungsberuf der in den USA anerkannt ist und dem Nachweis einer 2-jährigen Berufserfahrung); Bescheinigung über die Bundeswehrzeit, Briefmarken (zum Zurücksenden der Pässe); falls man schon einen neuen Arbeitgeber hat, kurzes Anschreiben desselben (hatten wir nicht), wir konnten den Finanznachweis so erbringen und er war anscheinend ausreichend.

Die Unterlagen hatten wir dann ganz ordentlich in einer Mappe untergebracht, damit wir auch sofort alles griffbereit hatten.

Dann stand uns noch der Arztbesuch beim Vertragsarzt des Konsulates bevor. Normalerweise kann man diesen ebenfalls am Interviewtag erledigen, dies wird auch so angeraten, da eine Honorarzahlung auf jeden Fall fällig ist und wenn man die Vorraussetzungen nicht erfüllt, gar nicht erst zum Arzt geschickt wird.

Da ich aber schwanger war und sich durch Recherche im Internet ergeben hat, daß man auch vorher zu diesem Arzt gehen kann, entschlossen wir uns dazu, was sich noch als sehr gut herausstellen sollte.... Doch dazu später mehr.

Martina

Monday, January 02, 2006

September 2004 --- Ich bin schwanger, Hilfe....

war meine erste Reaktion....
Der Horror, einfach unvorstellbar, wie konnte das blos passieren, das passt ja nun alles gar nicht in den Kram, Verzweiflung und was macht mein Mann, geht direkt 5 Minuten nach dem Testergebnis erstmal ins Training. (da kann man sich ja vom Schock erholen und ein bisserl abreagieren)
Aber erstmal Rückblende: Meine Tage kamen immer Pünktlich. Am Wochenende als meine Periode eigentlich kommen sollte, waren wir in Osthofen auf einem Handballtunier. Ich bin alle 5 Minuten aufs Klo gerannt... O.K., da hab ich mir dann noch nicht wirklich was gedacht, durch den ganzen Hochzeitsstress und so, könnte es ja rein theoretisch zu einer Verzögerung kommen. Montags auf der Arbeit gings dann direkt weiter, wieder nichts.... Da bin ich aber schon langsam nervös geworden. Am Dienstag dann das gleiche Spiel. Christian meinte, ich solle mich mal abregen, das könnte ja schonmal sein, daß sie mal nicht pünktlich kommen, von wegen... vor allen Dingen wenn dies vorher noch nie der Fall war. Mittwochs hab ich es dann nicht mehr ausgehalten. Christian besorgte einen Test. Ich hatte Spätdienst und kam erst kurz vor 7 heim. Hab dann direkt den Test gemacht und es hat wirklich keine zwei Sekunden gedauert, bis klar war das ich Schwanger bin. Ich war total schockiert und verzweifelt.
Hab erstmal meine älteste Freundin Angela angerufen, die zum Glück zu diesem Zeitpunkt in Deutschland war. Sie kam auch sofort vorbei. Danke meine Süße, Du weißt überhaupt nicht wie Du mir damals geholfen hast, ohne Dich hätte ich diesen verrückten Abend mit Sicherheit nicht überstanden....
Sich mit der Situation anzufreunden hat einige Tage und jede Menge Nerven gekostet. Mit Kind auswandern, geht das überhaupt? Wie läuft das mit der Greencard ab, da ich ja zum Zeitpunkt des erwarteten Interview Termines noch schwanger war und das Kind nicht geboren war? Bekommt es überhaupt eine Greencard, oder ist jetzt der Traum geplatzt? Auch diesbezüglich war ich sehr froh über eine Agentur (www.americandream.de) an der Verlosung teilgenommen zu haben. Diese sind nämlich auf meine persönliche Situation eingegangen und haben mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden.
Und Heute? Würden wir den kleinen Mann niemals wieder hergeben, der kleine Sonnenschein bereichert unser Leben und ob zu Zweit oder Dritt, wir werden unseren Weg gehen und uns den Traum von Amerika erfüllen.
Und bei diesem Ultraschallbild waren wir sofort verliebt:

Martina

Übersendung der Unterlagen v. Christian 08.09.2004

Es ist nichts Spektakuläres. Nachdem wir ja nun verheiratet waren, mußten wir die erforderlichen Sachen, wie eine internationale Heiratsurkunde, Fotos und Fragebögen mit Christian`s Daten zum KCC schicken mit kurzem Anschreiben, daß wir verheiratet sind. Dadurch wird dann sicher gestellt, daß auch Christian eine Einladung mit mir zusammen zum Interviewtermin in Frankfurt bekommt. Um nicht wieder einen Zusammenbruch zu erleiden und die Sachen auf dem schnellsten Weg nach Kentucky zu bringen, entschlossen wir uns, diesmal Fedex in Anspruch zu nehmen. Hat zwar 43 Euro gekostet, aber dafür meine Nerven erheblich geschont. Und siehe da, innerhalb von 24 Stunden waren Christian`s Unterlagen in Kentucky angekommen. Ein weiterer Schritt war erstmal getan.

Martina

Flittertage in Bad Hindelang vom 01.- 06.08.2004



Da es für uns ja keine "richtige" Hochzeitsreise gab, schlieslich mußten wir ja für unsere Aktivierungsreise sparen, entschlossen wir uns aber uns gegenseitig nichts zu schenken, sondern liebe eine kleine Reise zu machen. Also buchten wir Flittertage im Romantikhotel Sonne in Bad Hindelang im Allgäu. Wir buchten ein Komplett Paket auch gennant die "Kuscheltage". Unser Zimmer war wunderschön dekoriert mit einem Herz aus Rosenblättern auf dem Bett, die Bademäntel lagen bereit. Vor der Zimmertür hing ein "Herzlich Willkommen" Schild. Am ersten Abend gab es dann ein 4-Gänge Menue. Was wunderbar schmeckte... Das zweite Highlight war ein ganzer Abend nur für uns beide im Schwimmbad/Sauna mit Canapes und Champagner. Die Tage verbrachten wir mit sonnen und schwimmen an diversen Seen, wandern, Radfahren und einfach mal die Seele baumeln lassen und was man halt sonst noch so in seinen Flittertagen macht :-) (zum Ergebnis dann später mehr) Es waren wunderbare Tage, an die wir uns noch immer gerne zurück erinnern.

Martina

Sunday, January 01, 2006

Unsere Hochzeit am 31.07.2004

Da Bild sagt ja wohl mehr als Worte, troztzdem will ich Euch einen kleinen Bericht nicht vorenthalten:



Am frühen morgen in aller Herrgottsfrühe gegen 7 Uhr klingelte der Wecker (der Horror für mich, Ihr wißt ich bin Langschläfer) und Christian fuhr mich zum Friseur. Da verbrachte ich dann erstmal 3 Stunden. Fertig gestylt holte mich Mutschka dort ab. Wir fuhren zu Ihr und ich konnte endlich mein wunderschönes Kleid anziehen. Darauf hatte ich mich wirklich sehr gefreut. Wie ein kleines Mädchen, das eine Prinzessin sein will (o.K. Leute, ich hab schon einen leichten Schlag, aber Ihr kennt mich ja...) Kurz vor Knapp kamen wir dann doch noch rechtzeitig um 11.20 Uhr vor dem Standesamt an. Dort traf ich dann auch wieder auf meinen Schatz, der mich schon sehnsüchtig erwartete. Er hatte ja schon ein bisserl Schiß gehabt, daß ich mir Schillerlocken in die Haare machen lasse (die findet er nämlich ganz schrecklich). Ich hatte mich dann aber doch für die klassiche Hochsteckfrisur entschieden. Um 11.30 Uhr gings los und ich muß zugeben, ich war ganz schön aufgeregt... Wir fanden beide, daß die Standesbeamtin eine sehr schöne Zeremonie gehalten hat und es richtig feierlich war. Das war uns beiden wichtig, da wir nicht in der Kirche geheiratet haben. Nach der Trauung wurden wir mit Rosen und Reis beworfen (damit man viele Kinderchen bekommt) Seine Wirkung hat sich gezeigt, doch dazu später mehr....Vor dem Standesamt hatten unsere Eltern einen Sektenfang für uns vorbereitet und die Trauzeugen hatten schon das Sägewerkzeug bereitgestellt, das wir einen Holzblock durchsägen mußten, sowie das Bettuch mit einem Herz, welches ausgeschnitten werden mußte... Danach ging es im kleinen Kreis zu Christians Eltern. Dort war alles wunderschön geschmückt und mehrere Häppchen standen bereit. Da es ja vom Wetter ein traumhafter Tag war konnte man wunderbar im Garten sitzen und sich erstmal ein bischen erholen und Kraft sammeln für die richtige feier. Eingeladen hatten wir in das Hotel "Rheinischer Hof" hier in Ginsheim. Das Hotel liegt sehr schön am kleinen Hafen, mit Blick auf den Altrhein. Beginn der Feier war um 17.00 Uhr. Insgesamt waren wir 64 Personen. Los ging es mit einem Sektempfang. Die Trauzeugen überraschten uns schon mit Fotos unserer Trauung am Vormittag die an die Wand gestrahlt wurden. So konnten auch die Gäste, die vormittags nicht dabei waren sehen konnten, wie wir zueinander "JA" sagten. Dann ging es weiter mit dem Abendessen. Vorspeise und Hauptgang. Zwischen den Gängen hielt sowohl mein Schwiegervater als auch meine Mutter eine kleine Rede. Es war wunderschön und ich mußte mir doch wirklich die Tränen runterschlucken, da ich so gerührt war. Vielen lieben Dank an Euch Zwei.... Danach gab`s erstmal für Alle einen kleinen Digistif. Da es ein lauer wunderbarer Sommerabend waren wurden wir von der Trauzeugen nach draußen gebeten und bekamen noch ein wunderschönes Geschenk. Sie kamen mit lauter Herzluftballons heraus. An diese wurden Postkarten mit unserer Anschrift gebunden und dann flogen die Herzen los (wir bekamen sogar von 8 Leuten die Kärtchen zurück -- alle aus dem Raum Nürnberg). Sind ganz schön weit geflogen unsere Herzen... Zum Nachtisch gabs dann mit Riesen Tamm Tamm Eistorte, diese wurde mit Musik und Wunderkerzen serviert, was natürlich irgendwie klasse aussah. Danach gabs dann noch den Wurf des Brautstraußes, den meine Freundin Tanja fing (sie hat übrigens tatsächlich geheiratet, zwar nicht als nächstes und dreimal dürft Ihr raten wer Trauszeugin sein durfte :-) ) Desweiteren haben wir natürlich standesgemäß getanzt, das Strumpfband versteigert und ich durfte noch singen für alle (ich weiß auch nicht wie es dazu kam, aber sie leben alle noch). Der harte Kern blieb dann noch bis um 3.30 Uhr. Nur für uns sollte danach noch nicht Feierabend sein. Kaum daheim angekommen, durften wir erstmal unsere Tür freischaufeln. Die Nachbarn hatten als Überraschung unsere Wohnungstür mit lauter Klopapierrollen, die mit Bonbons gefüllt waren zugestellt. Hut ab, sag ich nur. Danach sind wir erstmal totmüde ins Bett gefallen. Die Hochzeitsnacht mußte warten, aber wurde ausreichend nachgeholt.

An alle unsere lieben Eltern, Verwandten und Freunde, sowie unsere Trauzeugen: Wir danken Euch für diesen wunderbaren Tag, der unser Leben sehr berreichert hat. Für alle Eure Mühe und Arbeit. Dankeschön.

Martina

Prost Neujahr!!!!!!!!!!!!!

Aus aktuellem Anlaß:

Wir wüschen Euch Allen ein glückliches, erfolgreiches Jahr 2006.

Bleibt gesund!!!!!! Mögen alle Eure Träume und wünsche in Erfüllung gehen.

Martina, Christian und Ben

Gewinnbenachrichtigung am 18.06.04

Auch ich als Computer "Hasser" konnte mich irgendwann nicht mehr dem Internet verschließen und fand über Google zum Auswanderer-Forum. Hier treffen sich Amerika Begeisterte, Auswanderungswillige, Deutsche die mit einem Amerikaner verheiratet sind, bereits Deutsche die ausgewandert sind, usw. zum Austausch von Informationen. Ich war begeistert. Endlich konnte ich mich mit Menschen austauschen, die ebenfalls von dern USA begeistert sind. Konnte deren Geschichten lesen und merkte auch, das ich mit meinem für alle anderen "verrückten Traum" gar nicht alleine darstehe. Im Forum ging es dann auch ab Mai los, die Gewinner der DV-2004 wurden so langsam benachrichtigt. Auch ich wurde mal wieder angesteckt und ging jeden Morgen voller Erwartung zum Briefkasten.... Auch am 18.06.2004 und wieder war nichts im Briefkasten.

Ich erinnere mich aber noch ganz genau was dann am Abend passierte. Christian saß mal wieder vor dem PC und las seine E-Mails. Ich telefonierte gerade mit Marc, dem Vater meines selbsternannten Patenkindes und war am Klönen. Da sagte Christian plötzlich ganz trocken:
" Martina, Du hast in der Greencard Lotterie gewonnen", hier ist ne E-mail von American Dream (wir hatten aus Faulheit über eine Agentur mitgemacht). Ich war voll von den Socken, mußte sofort das Telefonat beenden und hab mir ungefähr 3.000 mal die E-Mail durchgelesen...

Doch damit nicht alles, ich wußte ja aus dem Forum, das wenn man eine Gewinnbenachrichtigung bekommt, man noch lange nicht gewonnen hat. Es kommt nämlich auf die sogenannte Case-Nr. an. Wenn diese zu hoch ist, hat man schlechte Karten, da es sein kann das bis dahin alle Greencards bereits vergeben sind. Es werden nämlich ca. 100.000 Personen benachrichtigt, aber letztendlich nur 55.000 Greencards vergeben. Wie sollte es auch anders sein, von einer Case Nr. stand in der E-Mail natürlich nichts.... Es war auch schon spät Abends, so das die Agentur telefonisch nicht mehr erreichbar war und natürlich noch ein Freitag. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie ich am Rad gedreht habe....

Zum Glück ist American Dream auch Samstags tel. erreichbar, so daß ich direkt am nächsten Morgen anrufen konnte. Dort wurde mir dann telefonisch meine Case.Nr. mitgeteilt und ich kann von Glück sagen, das sie sehr niedrig war (2005EU00003409 ---- steht für Finanzjahr 2005/Europa/Bearbeitungsnr.). So konnte ich dann doch etwas beruhigter auf die Unterlagen zum Ausfüllen, die mit der Post kommen sollten warten. Im Internet fand ich dann schonmal heraus, daß bei dieser niedrigen Case.Nr., mit dem Interviewtermin bei der US-Botschaft in Frankfurt im Oktober/November zu rechnen sei.

Was bedeutete das jetzt für uns:

1. Klar erstmal die Papiere abwarten, als die dann da waren konnte ich echt mein ganzes Leben Revue passieren lassen. Man mußte wirklich alles angeben, wo man gelebt hat, wie die Schulausbildung ist, welche Arbeitgeber man hatte, die Eltern, etc. Mit dem Raussuchen der Daten war ich dann erstmal das komplette Wochenende beschäftigt. Und hier war ich dann doch erstmal sehr froh, daß wir über eine Agentur teilgenommen hatten, da wir eine Übersetzung und Ausfüllhilfe gestellt bekamen. Die Unterlagen mußten dann nach Amerika zum KCC geschickt werden. Abgeschickt hatte ich diese am 29.06.04 über die Dt. Post mit Einschreiben Rückschein. Was hab ich mich verrückt gemacht, daß die Unterlagen dort auch tatsächlich ankommen. Es sollte über 2 Wochen dauern bis der blöde Rückschein endlich da war. Von da an war mir auch das Geld egal. Es war klar, das Christians Unterlagen nach unserer Hochzeit auf alle Fälle mit FedEx gehen würden, egal was es kosten sollte....

2. Tja, wenn Christian und ich zusammenbleiben wollten und er mit nach Amerika wollte, mußte er mich heiraten und zwar vor dem Interviewtermin, nur als Lebensgefährte, bzw. Verlobter hätte er keinen Anspruch auf eine Greencard.... Das stellte uns dann vor das nächst größere Problem: "Wie bringen wir das unseren Eltern bei" ? Ich will hier auch jetzt gar nicht näher darauf eingehen, aber einfach war es nicht! Sie sind nämlich erstmal aus allen Wolken gefallen. Über die Diskussionen, weshalb es unbedingt die USA sein müssen mal ganz abgesehen. Zum Glück haben sie dann letztendlich eingesehen, daß Sie uns so oder so nicht davon abringen können und uns dann ganz toll unterstützt und uns wirklich ein Hochzeitsfest geschenkt, was wir uns zwar so erträumt, aber alleine nie hätten auf die Beine stellen können. An dieser Stelle nochmals unseren Herzlichen Dank für diesen schönen Tag. (Bericht Hochzeit folgt)
Im Nachhinein bin ich sehr froh, daß mir Christian bereits vorher einen Antrag gemacht hat und ja sowieso fest stand, das wir auf jeden Fall heiraten wollen. Letztendlich wurde die Hochzeit durch den Gewinn der Greencard nur etwas beschleunigt....

Martina