Saturday, January 21, 2006

Ben ist da! 11 Mai 2005

Tja, der kleine Mann hat sich ganz schön Zeit gelassen. Der errechnete Geburtstermin war eigentlich der 02.05.2005. Anscheinend hat es ihm aber bei mir im Bauch so gut gefallen, daß er meinte dort noch etwas verweilen zu müssen. Ehrlich gesagt hat er seiner Mutter wohl bewußt mal ne Woche mehr Mutterschutz gegönnt :-). Tja, und dann am 10. Mai, Christian kam gerade von der Uni heim, fings an, ich hatte plötzlich so ein Ziehen im Bauch. Na ja, mein armer Mann völlig ausgehungert hat erstmal in aller Ruhe gekocht und ich hab auch noch was gegessen, war ja alles nicht so schlimm. Um 20.30 Uhr haben wir dann dochmal die Hebamme angerufen. Die meinte, wir sollen doch einfach mal kurz in der Klinik vorbeischauen, dann könnten wir mal schauen, ob das Wehen wären :-) Natürlich waren es Wehen. Die kamen auch alle 5 Minuten, später alle 2 Minuten, nur getan hat sich natürlich NICHTS... Warum? Weil die zukünftige Mama total verspannt hat. Hatte ich doch dem kleinen Mann ausdrücklich untersagt, am 10.05. zu kommen, da sein Papa am nächsten Morgen eine Klausur zu schreiben hatte!!!!! Hat ihn aber natürlich überhaupt nicht interessiert, wieso auch... Nachdem die Wehen immer schlimmer wurden und sich nichts tat (Muttermund lediglich 1,5 -2 CM geöffnet) und es mittlerweile 00 Uhr war, schickten wir Christian heim und meine liebe Freundin Silke kam, um mir beizustehen. Sie ist Geburtsvorbereiterin und hat selber 2 Kids und wußte demnach genau wie ich mich fühlte. Die Arme hat eine durchwachte Nacht mit mir hinter sich, ohne das sich was tat. Die Hebamme spritzte mir dann ein starkes wehenhemmendes Mittel (zum Glück muß ich sagen) und so kam es wie es kommen mußte, morgens um 7.30 Uhr war der Spuk erstmal erledigt. Silke hat dann Christian angerufen und ihm gesagt, er können in Ruhe seine Klausur schreiben. Ich hab mich erstmal schlafen gelegt und das wars. Für`s Erste....
Christian kam dann gegen 14.30 Uhr von der besagten Klausur ins Krankenhaus angetrabt und fing an mich zu scheuchen. Treppauf, Treppab zuzüglich einem Riesenspaziergang. (Anweisung der Hebamme) Ich war fix und fertig und völlig aus der Puste. Jeder der sich mit 24 KG mehr bewegen muß, weiß was das für ein Gefühl ist. Die Wehen fingen dann auch wieder an und nachdem sie relativ regelmäßig kamen, machten wir uns mal auf zum Weg in den Kreissaal. Das war so gegen 17 Uhr am Nachmittag. Kaum lag ich auf der Liege zum Wehenmessen und das Gerät war angeschlossen, ging alles Ratz Fatz, leider trat meine Horrorvorstellung ein. Ich mußte Kübeln (dabei hasse ich doch nichts mehr als zu brechen....), gleichzeitig platzte die Fruchtblase. Danach ging alles rasend schnell. Die Hebamme fragte ob ich ein Entspannungsbad nehmen wollte, dem stimmte ich zu. Ich bekam gar nicht mit, wie sich der Muttermund auf 10 CM öffnete. Dabei sollen doch von 8-10 CM die schlimmsten Wehen sein. Das kann ich für mich so nicht bestätigen. Das ging wirklich rasend schnell. In der Wanne gefiel es mir dann wirklich gut. Eigentlich wollte ich ja nie eine Wassergeburt haben. Das wußte die Hebamme und meinte dann, wenn ich jetzt nicht in der Wanne entbinden wollte, müßte ich endlich rauskommen. Mein Kommentar hierzu: "Ich bewege mich keinen CM wo anders hin!" Und so habe ich in der Wanne entbunden und fand es eigentlich im Nachhinein total klasse und will es auf jeden Fall beim 2. Kind ebenfalls wieder in der Wanne versuchen. Nach 4 Stunden und 20 Minuten durfte ich dann den kleinen Mann endlich im Arm halten. Der kleine Ben war bei seiner Geburt 52 CM groß, wog 4010 gramm und hatte einen Kopfumfang von 35 CM.
Und so sieht der kleine Stinksack aus:


Im übrigen fand ich die eigentliche Geburt nicht so schlimm, wie es immer von Allen dargestellt wird. Klar, weh tuts, aber das weiß man ja vorher. Und es sind meiner Meinung nach nicht so starke Schmerzen, die man nicht aushalten könnte. (Sonst würde ja auch kein Mensch ein zweites Kind bekommen...) Silke hat uns immer gesagt, man muß eine Geburt als schönes Erlebnis betrachten und das habe ich auch getan. Trotz dem ganzen Hick Hack fand ich es wirklich toll. Man kann es nicht beschreiben und wird es trotzdem nie vergessen.

Liebes Silkchen, ich danke Dir für "unsere" gemeinsame Nacht und freue mich schon dieses Jahr an unserem Jahrestag mit Dir anzustoßen :-)

Martina

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