Thursday, January 26, 2006

Ben` s Immigration (Florida/Costa Rica v. 20.10.- 04.11.2005)

Um unseren Greencard Status zu erhalten und Ben`s Greencard zu aktivieren ging es auf nach Florida. Ja, es sollte wirklich nur Florida sein, aber wie immer bei uns kam alles anders. 2 Tage vor Abflug, machte sich Hurricane Wilma auf den Weg über Mexico Richtung Florida.... Toll. Da waren wir schon wieder bedient. Zum ersten mal in unserem Leben haben wir sämtlich Hotels vorgebucht, schließlich haben wir jetzt ein Baby. Großer Fehler sag ich nur. Hätten wir mal lieber alles beim Alten gelassen und wie immer vor Ort gesucht. Na ja, was sollten wir machen, mit Baby in Florida und dann Hurricane. Das wollten wir uns nicht antun und so buchten wir spontan, direkt nachdem wir in Frankfurt eingescheckt hatten einen Flug von Miami nach Costa Rica. Tante Claudia und Onkel Diego freuten sich natürlich total über unseren Spontan Besuch... Der Flug nach Fort Mayers verlief reibungslos. Wir haben versucht den kleinen Mann so lang als möglich wachzuhalten, damit er gleich die Zeitumstellung gebacken bekommt. Hat auch wunderbar geklappt. Natürlich war ich wieder mal total aufgeregt wie das bei der Immigration läuft. Jetzt durften wir uns ja richtig offiziell bei den Residents anstellen. Das war ein klasse Gefühl. Dort haben wir die die Unterlagen für Ben vorgezeigt. Der Beamte war total freundlich und sagte es würde leider länger dauern. Unsere Machine wäre die letzte an diesem Tag und er müßte dann ebenfalls noch die Touristen abfertigen, wir sollten schonmal unsere Koffer holen und dann nach dem Zoll Platz nehmen. Er würde dann die Unterlagen für Ben fertig machen. Tja und so haben wir wie immer mal wieder gewartet. Dann hab ich noch kurzzeitig einen Schock erlitten. Er wollte die Geburtsurkunde von Ben sehen. Ich natürlich keine dabei gehabt. Hat mir ja keiner gesagt. Aber es war ein Fehlarlam. Er kam gleich wieder aus seinem Kabuff und meinte es liege ein vor, die wäre vom Konsulat in Frankfurt beigefügt worden. Ben bekam den begehrten I-551 Stempel in den Pass, mit Hinweis das die Greencard in den nächsten Wochen an unsere US Adresse gehen würde. Er wünschte uns noch viel Glück und das war`s. Wieder mal easy going...Mit dem Beamten verließen wir den Flughafen und machten uns auf den Weg zum Mietwagen. Dort haben wir dann erstmal ne größere Klasse angemietet. Bei den Massen von Gepäck, die wir dabei hatten.... Ab gings ins Motel 6 welches für uns reserviert war. Zwischenzeitlich war es 23 Uhr Ortszeit und wir fielen erschöpft ins Bett. Am nächsten Tag fuhren wir direkt nach Ft. Lauderdale. Ein Bekannter hatte sich bereit erklärt, ein paar unserer Sachen bei sich unterzustellen, damit wir nicht mit allzu viel Gepäck nach Costa Rica fliegen mußten. Durch die Fahrt und Übergabe unserer Sachen, fielen wir ebenfall erschöpft ins Bettchen, am nächsten morgen mußten wir uns ja auch wieder früh auf den Weg zum Flughafen nach Miami machen. Auch dies verlief alles reibungslos. Wir kamen gut in Costa Rica an und waren überrascht, wie Kinder Freundlich die Cosa Ricaner sind. Da können wir uns alle mal ne Portion abschneiden. Wir wurden überall vorgelassen und waren so relativ schnell draußen. Dort erwartete uns schon Onkel Diego, der sich freute endlich mal den kleinen Ben kennenzulernen. Bislang hatte er ja nur Fotos sehen können. Die 5 Tage in Costa Rica vergingen wie im Flug. Per Fernsehen sahen wir die schreckliche Entwicklung von Wilma und Ihre Nachwirkungen. Wir konnten uns nicht vorstellen, daß wir davon auch betroffen sein sollten, aber wir waren es. Denn die Naturkatasrophe war mal wieder schlimmer als erwartet. Wir versuchten noch den Flug umzubuchen, aber wir hatten keine Chance nur irgendjemand von AA zu erreichen, also in den sauren Apfel gebissen und wieder zurück nach Florida geflogen. In Miami angekommen gab es auch keinerlei Probleme bei der Einreise. Wir gerieten wohl an einen Beamten der keine Ahnung hatte. Da Ben ja nur den Stempel im Pass hatte und noch keine Original Greencard, mußte er erstmal nachfragen. Die Schlange hinter uns war zwischenzeitlich doch recht lang geworden. Der Beamte bekam dann wohl gesagt es wäre alles in Ordnung, er solle uns schnellsmöglich durchwinken. Doch jetzt sollte der eigentliche Spaß erst anfangen. Katastrophenurlaub in Florida. Wir kamen im Parkhaus an, wo wir unser Auto abgestellt hatten und siehe da, nach dem Anlassen leuchtete da Lämpchen Motorcheck auf. Ich erstmal den Hals geschoben, von wegen Scheiß Karre und so. Dabei sollte sich das noch als unser Glück rausstellen. Wir uns also erstmal auf den Weg nach Ft. Lauderdale gemacht, schließlich wollten wir unsere Koffer wiederhaben. A. war über das Handy nicht erreichbar. Es gingen keine Straßenlampen alles war dunkel. Die Straße war gesperrt und wir erreichten niemanden. (Wie wir später erfuhren herrschte eigentlich seit 19 Uhr abends eine Ausgangssperre... Wie gut das uns keiner angehalten hat...)Was tun? Na ja, erstmal ein Hotel suchen und irgendwie die Nacht hinter uns bringen. Gott sei Dank hatten wir noch ausreichend Bargeld, sonst hätten wir ein echtes Problem gehabt. Die Nacht war der Horror, kein Strom, eine dreckige Badewanne (ich erspare Euch jegliche Beschreibung), keine Möglichkeit für Ben warmes Wasser zu machen, nur noch 1/2 Tank voll Sprit... Zustände wirklich wie nach dem Krieg. Seit Nachts um 3.00 Uhr standen die Menschen in Riesen Schlangen an der Tankstelle an und wußten gar nicht ob genau diese Tankstelle am nächsten Tag überhaupt Strom hat.... Ich wollte einfach nur noch weg. Das Hotel das wir gebucht hatte, hatte ebenfalls kein Strom, daher kam es nicht in Frage, daß wir dorthin fuhren. Wie hätte das den gehen sollen mit einem 5 Monate altem Baby? Wir hatten allerdings auch nicht mehr genügend Sprit im Tank um noch sehr weit zu kommen... Aber, da war doch was. Ja genau, eine Fehlermeldung am Wagen. Wir entschlossen uns die nächste Alamo Mietstation anzufahren und den Wagen umzutausche. Die Koffer waren uns erstmal Scheiß egal. A. war immer noch nicht tel. zu erreichen (ohne Strom ja auch kein Wunder). Zum Glück tauschten sie uns problemlos den Mietwagen um und wir machten uns auf Richtung Daytona Beach. Was war ich froh, je weiter wir nach Norden fuhren um so kürzer wurden die Schlangen an den Tankstellen und alles wurde wieder zur Normalität. Da der Urlaub bis jetzt so relativ nicht nach Plan lief entschlossen wir uns jetzt endlich mal auszuspannen und gönten uns ein schönes Hotel direkt am Meer. Leider war es natürlich von den Temperaturen nicht so wie wir es uns vorgestellt hatten, aber wir genossen trotzdem die Zeit und fingen endlich an mal zu entspannen. Selbst ich habe mit Ben mittags ein Schläfchen gemacht. Das gabs noch nie. Aber durch die ganze Aufregung war ich so platt, daß es auch mir gelang mich zu erholen. Viel zu schnell verging dann natürlich die Zeit. Auf dem Rückweg nach Fort Myers fuhren wir dann wieder in Ft. Lauderdale vorbei. Auch 10 Tage nach dem Hurricane hatten einige Stadtteile noch immer keinen Strom. Der Wahnsinn. Auch A. war davon betroffen. Der Ärmste, er hatte wirklich gestrichen die Schnauze voll. Verständlicherweise. Mit unseren Koffern machten wir uns dann auf den Weg nach Fort Myers Beach und verbrachten dort in einem wunderbaren Hotel direkt am Strand unsere letzte Nacht. Natürlich war dort das Wetter wunderbar und alles so, wie es ein Badeurlaub so an sich haben sollte. Und wir mußten natürlich heim.
Unser Urlaub, ein Erlebnis das man nicht vergisst. Urlaubsbilder gibt es auf unserer Homepage: www.eichelsbacher.com zu sehen.

Martina

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