Sunday, January 08, 2006

Immigration/Aktivierungsreise am 19.12.2004 nach Denver

Nachdem die Pässe ja seit Donnerstag endlich da waren, konnte es samstags losgehen. Natürlich war ich total aufgeregt (bin ich ja immer, bis ich endlich im Flieger sitze), aber diesmal war es nochmals anders. Es geisterten mit soviele Fragen durch den Kopf: Wie läuft die Immigration? Ist der Offizer nett? Stellen sie nicht zuviele Fragen? Wie lange dauert das ganze? und natürlich die wichtigste aller Fragen: Wie gefällt es Christian in den USA? Kann er sich überhaupt vorstellen dort zu leben? Oder sollte mein Traum platzen, weil er die Krise bekommt ? Na ja, warten wir es mal ab. Mit unseren schicken neuen Koffern bepackt (unser Weihnachtsgeschenk) machten wir uns mit dem Shuttleservice Mum+ Dad Eichelsbacher auf den Weg zum Flughafen. Dort trafen wir uns auch mit Olaf (unserem neuen Freund und ebenfalls Greencard Gewinner, der es sich nicht nehmen lassen wollte sich von uns zu verabschieden und alles Gute für die Immigration zu wünsche. He, mein Lieber, das war echt klasse von Dir und wir haben uns sehr gefreut). Das Einchecken dauerte wie üblich Stunden, da ja alles vorher durchleuchtet wird. Ich dachte schon, daß wir mit Sicherheit den Koffer aufmachen müßten, da wir unter anderem Rosenwasser dabei hatten, als Geschenk für unsere Freunde in Texas, aber zum Glück ging alles ganz reibungslos ab. Endlich eingecheckt, verabschiedeten wir uns von Christian`s Eltern und sind mit Olaf zur Einstimmung erstmal zum Mäc Doof gegangen. Danach gings endlich los. Der Flug war total entspannt und angenehm. Die Stewardess sprach uns dauernd auf Englisch an und meinte dann "Sorry, sie sehen so amerikanisch aus" Grins. Ging natürlich runter wie Öl. Aber da stellt sich mir die Frage: "Wie sieht ein typischer Amerikaner aus?" Die Zeit verging rucki zucki und schwupps befanden wir uns schon im Landeanflug nach Denver. Jetzt ging natürlich die Nervosität erst richtig los. (o.k. ich gebs zu, während des Fluges hab ich Christian auch ein bisserl damit genervt, aber wirklich nur ein bischen!!!!) Jetzt stellte sich die Frage, an welchem Schalter anstellen, dem Touristenschalter oder dem Schalter für US Bürger/Residents. Da sich hierüber die Meinungen im Internet schieden, entschlossen wir uns für den Residents Schalter. Es war ja sowieso klar, daß wir nochmals in ein separates Office mußten, also konnte ja nicht soviel falsch sein. Wir natürlich direkt die Umschläge mit Pässen griffbereit gehabt und als wir drankamen, haben wir erstmal freundlich guten Tag gesagt und mitgeteilt, daß wir hoffen an diesem Schalter richtig zu sein, wir wären hier für die Immigration. Der Offizer war total nett, sagte alles kein Problem, er würde uns jetzt in das zuständige Office bringen zum Erledigen der Formalitäten. Dort warteten lediglich 2 weitere Passagiere. Es dauerte deshalb nicht lange und wir wurden aufgerufen. Der Offizer nahm unsere Pässe und die Umschläge vom Konsulat entgegen und fing an die Papiere zu bearbeiten. Wir sollten solange nochmals Platz nehmen. Während wir warteten bekam ein Mann ganz schön den Marsch geblasen und er hatte wirklich richtig, richtig viel Gück, daß er seine Greencard behalten durfte. Er war nämlich 2 Tage später als nach den erlaubten 365 Tagen erst wieder eingereist. Er hat aber eigentlich voll cool reagiert. Die Beamtin war wirklich unfreundlich zu ihm und hat ihn echt ganz schön unter Druck gesetzt: Warum er so spät eingereist ist, ob er nicht wüßte das sie ihm jederzeit die Greencard abnehmen darf, wieso er immer noch nicht in den USA leben würde, wann er endlich übersiedeln würde. Der Mann hatte aber wohl ein eigenes Geschäft und begründete fast alles damit. Letztendlich ließen sie ihn gehen und er durfte die Greencard behalten. Ich würde sagen, ganz schön Glück gehabt. Es hätte für ihn auch anders ausgehen können. Nach dieser kurzen Annekdote wurden wir wieder aufgerufen. Wir mußten dann nochmals Fingerabdrücke abgegeben (diesmal mit Stempelkissen). Dann bekamen wir den langersehnten I-551 Stempel in den Pass. Der Beamte erklärte uns dann noch, daß dies unsere vorläufige Aufenthaltsgenehmigung sei, diese wäre ein Jahr gültig, die Original Greencard sollte aber innerhalb eines halben Jahres bei uns eingehen. Dann meinte er noch "Welcome to America" und das war`s. Ich konnte gar nicht glauben, daß das alles sein sollte. Innerhalb einer viertel Stunde war alles erledigt und wir konnten uns ab diesem Zeitpunkt "Permanent Residents" schimpfen. Als wir zum Gepäckband kamen waren unsere Koffer auch schon gleich da, noch schnell durch den Zoll (ohne irgendwelche Probleme). Ab zum Mietwagen und los gings auf der Suche nach unserem Hotel, welches wir bereits von Deutschland aus gebucht hatten. Wir haben uns nur kurz verfahren und es dann relativ schnell gefunden. Gelandet sind wir im DaysInn (wobei dies in einer eher nicht so tollen Gegend lag, aber Hauptsache billig :-) ). Zur Feier des Tages sind wir dann noch schnell zu Tacco Bell und dann totmüde ins Bett gefallen. Ab jetzt konnte der Urlaub beginnen.

Martina

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